AfD-Chefin Alice Weidel hat im ZDF-Sommerinterview einen Austritt Deutschlands aus dem Euro und dem Schengen-Abkommen angekündigt. Zugleich griff sie die CDU scharf an. Wegen ihrer Abgrenzung zur AfD, der sogenannten Brandmauer, werde die CDU »keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen«, sagte Weidel. Für den Fall einer Regierungsbeteiligung der AfD kündigte sie an: »Wir werden auch im Bund regieren.«
Die AfD stehe zu ihrer Forderung, aus dem Eurosystem auszusteigen, sagte Weidel. Der Euro sei eine »instabile Währung« und eine »Weichwährung«. Deutschland sei es vor der Einführung der Gemeinschaftswährung »deutlich besser« gegangen. Die AfD sehe eine »breite Verarmung arbeitender Bevölkerungsschichten«.
Auch bei der Migration kündigte Weidel einen deutlich härteren Kurs an. Die AfD werde die deutschen Grenzen »zumachen« und dafür sorgen, dass Deutschland aus dem Schengen-Abkommen aussteige. »Dieser Vertrag wird aufgekündigt«, sagte sie. Die offenen Grenzen gefährdeten aus ihrer Sicht die innere Sicherheit. Deutschland müsse zudem mehr Menschen abschieben und weniger Ausländer einbürgern. Alle 1,3 Millionen in Deutschland lebenden Syrer würden »zurückgeführt in ihre Heimat«, sagte Weidel.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
