Der Ideenhistoriker Anton Jäger sagt, wir leben in einer Zeit der »Hyperpolitik«. Hier erklärt er, wer davon profitiert und was das für Sachsen-Anhalt bedeutet.
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Der belgische Ideenhistoriker Anton Jäger, geboren 1994, lehrt an der Universität Oxford die Geschichte des politischen Denkens. Sein Buch »Hyperpolitik – Extreme Politisierung ohne politische Folgen« erschien 2023 bei Suhrkamp.
DIE ZEIT: Herr Jäger, es gibt zwei Zahlen, über die wir gern mit Ihnen sprechen würden mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich dort die Wahlbeteiligung nämlich nahezu verdoppelt – von 44 Prozent im Jahr 2006 auf 78 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Wie erklären Sie diese Entwicklung?
