Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan erhält den Hessischen Friedenspreis. Am 18. September werde der 51-Jährige die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung der Albert-Osswald-Stiftung bei einem Festakt im Landtag in Wiesbaden entgegennehmen, teilte das Parlament mit.
Als einer der Anführer der Samtenen Revolution 2018 in seiner Heimat im Südkaukasus habe Paschinjan den Weg zu Parlamentswahlen geebnet. Seitdem führe er Armenien als Ministerpräsident «in einem auf Befriedung ausgerichteten Weg an Europa heran». Zugleich sei es ihm gelungen, im Konflikt um die Region Bergkarabach unter Vermittlung der USA im August 2025 einen Friedensvertrag mit dem benachbarten Aserbaidschan herbeizuführen.
«Sichtbares Zeichen für Verständigung»
Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU), Mitglied im Kuratorium des Hessischen Friedenspreises, erklärte, die Auszeichnung für den ehemaligen Journalisten Paschinjan setze «ein sichtbares Zeichen für Verständigung und die Entwicklung gewaltfreier Perspektiven der Konfliktlösung».
Der Hessische Friedenspreis ist vom früheren hessischen SPD-Ministerpräsidenten Albert Osswald (1919-1996) und seiner Familie begründet worden. Osswald war Hessens Regierungschef von 1969 bis 1976.
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