Politische Parteien haben hierzulande Zulauf, einige sogar rasant. Woher der Aufschwung kommt und welche Partei vergreist, zeigen unsere Zahlen.
Artikelzusammenfassung
Die deutsche Parteienlandschaft erlebt 2025 kein Beteiligungs-Koma, sondern ein überraschendes Membership-Comeback. Ausgelöst auch durch die Bundestagswahl im Februar legte die Gesamtzahl der Parteimitglieder nach einem Plus 2024 nun noch einmal um 8,2 Prozent zu, wobei vor allem die Linke mit einem geradezu absurden Rekordwachstum von 119 Prozent und fast 70.000 Neueintritten den Newsroom sprengte, während die AfD ebenfalls kräftig zulegte, die Grünen moderat wuchsen, CSU stagnierte und FDP, SPD sowie CDU weiter Federn ließen. Besonders bitter ist der Befund für die alten Volksparteien: Sie altern im Zeitraffer, verlieren weniger durch Exit als durch Biologie, und wirken mit Durchschnittsaltern von über 60 wie politische Traditionsvereine, während die Linke sich binnen eines Jahres um sechs Jahre verjüngte und plötzlich als Anlaufstelle für sehr junge, oft weibliche Neumitglieder auftaucht. Überhaupt ist der Aufschwung weiblicher als das politische Establishment, auch wenn Männer in allen Parteien weiter dominieren; am ausgeglichensten sind Grüne und Linke, während AfD und FDP beim Gender-Gap eher wie Relikte aus der Vor-Podcast-Ära wirken. Regional zeigt sich schließlich ein doppelter Trend: Die Linke boomt vor allem im Westen und wird jünger, weiblicher, westdeutscher, während die AfD in allen Ländern wächst, aber besonders im Osten organisatorisch Terrain gewinnt – ein Faktor, der ihre lokale Präsenz und womöglich ihren Wahlerfolg weiter befeuert.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
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Den deutschen Parteien laufen die Mitglieder davon, kaum jemand will sich mehr an der drögen Parteiendemokratie aktiv beteiligen? Das stimmt so nicht, im Gegenteil: Der Trend wies zuletzt in die entgegengesetzte Richtung. Mehrere Parteien haben im Jahr 2025 ein großes Wachstum erlebt, teilweise setzte es schon früher ein. Eine Partei hatte sogar den größten Zuwachs binnen eines Jahres, den eine politische Kraft in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren überhaupt erlebt hat. Zugleich gibt es auch Verlierer. Die einstigen Volksparteien schrumpfen weiter vor sich hin.