
Jetzt aber. Kurzer Blick in den Kalender: 15. August 2026, Mariä Himmelfahrt, es geht aufwärts. Ja, nun endlich auch für das Männerteam des Deutschen Fußball-Bunds. Der Neue ist bekanntlich Protestant, ein großes Glück also, dass der DFB bei der Personalwahl so überaus vorausschauend vorgegangen ist. Wäre ja ärgerlich, wenn sich der kloppotastische Aufschwung verzögert hätte aufgrund eines Feiertags auf den Gleisen oder eines Stellwerkschadens im Kalender.
Nein, nach allem, was seine eigenen Ankündigungen versprechen, wird der Bundestrainer mit einer Arbeitsethik im Weber’schen Sinne umgehend das ballspielende Personal auf Vordermann bringen. Zweifel an durchschlagendem Erfolg sind nicht angebracht, zumal das Zusammenspiel mit dem Geist des Kapitalismus offenkundig läuft. Und Klopp macht seine Arbeit ab sofort bekanntlich nicht für sich, sondern für alle anderen.
Auch für die Kugelstoßerin Yemisi Mabry? Sie beklagte sich gerade über die einleitende Feststellung eines Reporters, dass ihre niederländische Konkurrentin oft besser war in dieser Saison, und verlangte einen „positiven Beitrag“ der Journalisten zu ihrem Wettkampf. Merkwürdiges Verständnis von Journalismus, aber so ähnlich war Klopp jüngst bei seiner Pressekonferenz auch zu verstehen. An die Arbeit also.
