Die deutschen Speerwerfer Julian Weber und Nick Thumm haben bei der Leichtathletik-EM in Birmingham den ersten und zweiten Platz belegt. Weber gewann mit 90,40 Metern Gold, Thumm holte mit 83,76 Metern Silber. Insgesamt sind es die Medaillen 13 und 14 für die deutsche Mannschaft bei dieser EM. Bronze ging an den Letten Patriks Gailums.
Für Weber ist es die zweite Goldmedaille bei einer Europameisterschaft nach seinem Erfolg bei der Heim-EM 2022 in München. In Birmingham erzielte der 31-Jährige erst im letzten Versuch die Siegweite. Damit verwies er seinen Teamkollegen Nick Thumm aus Stuttgart auf den zweiten Platz. Der erst 21-jährige Thumm erzielte eine persönliche Bestleistung.
Es war bis zum Schluss ein spannendes Finale. Gleich im ersten Versuch ging Weber in Führung. Im vierten Durchgang verdrängte ihn Thumm jedoch von der Spitzenposition. Weber konnte aber zum Schluss noch einmal kontern und holte sich den Sieg.
Es ist die sportliche Krönung eines schwierigen Sommers für Weber: Wegen Schulterproblemen konnte der Sportsoldat erst im Juli richtig in die Saison einsteigen. Beim Meeting im schweizerischen Luzern warf er dennoch mit 87,04 Metern auf Anhieb eine europäische Jahresbestleistung.
Deutsche Sprint-Staffel gewinnt Silber
Beim 4×100-Meter-Staffellauf der Männer holte die deutsche Mannschaft Silber. Das Team mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas
Ansah-Peprah belegte mit 38,64 Sekunden den zweiten Platz. Gold gewannen die favorisierten Briten in 38,45 Sekunden. Dritter wurde Belgien
in 38,70 Sekunden.
Die Deutsche Mannschaft musste ohne den 200-Meter-Europameister Owen Ansah an den Start gehen. Wegen einer drohenden mehrjährigen Sperre nach einem verweigerten Dopingtest im Juli hatte der Deutsche
Leichtathletik-Verband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffel
aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren.
