
Nach dem tragischen Tod des walisischen Rad-Talents Finlay Tarling wird die Portugal-Rundfahrt „ohne Feierlichkeiten“ fortgesetzt. Wie die Veranstalter mitteilten, soll das Rennen nach einer Gedenkfeier am Samstag ohne weiteres Rahmenprogramm an den letzten beiden Tagen über die Bühne gehen. „Es wird sportlichen Wettkampf geben, aber keine Feierlichkeiten“, hieß es.
Das NSN Development Team, für das Tarling fuhr, wird jedoch nicht mehr an den Start gehen. Das bestätigte der Nachwuchs-Rennstall auf X. Das Profiteam wird „mit der vollen Unterstützung von Fins Eltern“ aber weiter an der Tschechien-Rundfahrt und dem Arctic Race of Norway teilnehmen. „Wir werden Fin weiterhin in unseren Herzen tragen, während wir zu seinen Ehren Rennen fahren und das tun, was er am meisten geliebt hat“, hieß es in dem Post.
„Es ist eine Tragödie, die weit über den sportlichen Wettkampf hinausgeht“
Der 19-jährige Tarling war am Freitag an den Folgen eines schweren Unfalls gestorben. Medienberichten zufolge soll der Waliser auf der achten Etappe von Melgaco nach Fafe von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden sein. Dieses soll auf der Strecke in entgegengesetzter Richtung zum Peloton unterwegs gewesen sein. Bestätigt wurde dies von den Organisatoren bislang nicht.
„Dies ist nicht der Zeitpunkt für Spekulationen über die Unfallumstände. Der Vorfall wird von der GNR (Anm.: Nationalgarde) untersucht, die für eine gründliche Aufklärung des Sachverhalts zuständig ist“, so der Veranstalter.
Älterer Bruder fährt in der WorldTour
Tarling stammt aus einer Radsport-Familie. Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) fährt für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers und gewann 2023 unter anderem Bronze bei der Rad-WM im Einzelzeitfahren.
„Wir sind zutiefst erschüttert. Radsport ist ein Sport, der Risiken birgt, doch auf eine Tragödie dieses Ausmaßes ist man nie vorbereitet. Finlay hat sein Leben verloren. Eine Familie hat ihren Sohn verloren. Ein Team hat einen Mannschaftskollegen verloren. Die Radsport-Gemeinschaft hat einen der Ihren verloren“, schrieben die Organisatoren: „Es ist eine Tragödie, die weit über den sportlichen Wettkampf hinausgeht.“
