
Ermittlungen nach Waldbränden
Maintal/Rodenbach. Nach dem großen Waldbrand bei Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis hat sich Forstminister Ingmar Jung (CDU) bei den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz bedankt. Sie hätten „hochprofessionell und mit großer Geschwindigkeit einen der größten Waldbrände in Hessen in den vergangenen 30 Jahren bekämpft“, sagte der Minister beim Besuch des Forstamts in Hanau-Wolfgang.
Das Feuer war am Montag an mehreren Stellen in dem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach ausgebrochen. Der Landesbetrieb HessenForst geht davon aus, dass 26 Hektar Wald in Flammen standen. Das wäre zwar deutlich weniger als die 55 Hektar, von denen bisher die Rede gewesen war, aber noch immer der größte einzelne Waldbrand in Hessen seit Beginn der Erfassung durch den Landesbetrieb im Jahr 2002.
Polizei setzt auf Zeugenhinweise
Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. „Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen wurden bereits Personen kontrolliert beziehungsweise überprüft und erste Erkenntnisse bewertet. Ein hinreichender Tatverdacht gegen eine bestimmte Person hat sich bislang jedoch nicht ergeben“, erklärte die Polizei.
Das Forstministerium setzt auf verschiedene Maßnahmen, um künftig Waldbrände zu verhindern. Dazu zählt der Waldumbau von Wäldern, die von Nadelbäumen geprägt sind, hin zu artenreichen Mischwäldern sowie die Förderung des Wasserrückhalts in den Wäldern und technische Ausstattung für die Reviere wie etwa Löschwasserrucksäcke, erläuterte Minister Jung. (dpa)
