Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien
ist die Zahl der bestätigten Toten nach Angaben der Behörden auf
mindestens 273 gestiegen. David Santiago Tamayo, Direktor der nationalen
Katastrophenschutzbehörde, teilte mit, mehr als 3.800
Menschen seien verletzt worden. Zudem seien fast 12.600 Häuser zerstört und
mehr als 74.800 weitere beschädigt worden.
Bei der verzweifelten Suche nach Überlebenden baten Rettungskräfte am Donnerstag immer wieder um Stille, um Lebenszeichen hören zu können. Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 vom Montag befanden sie sich zusehends in einem Wettlauf gegen die Zeit: Hilfsorganisationen betrachten die ersten 48 bis 72 Stunden nach einem Erdbeben als entscheidende Phase, um Opfer noch lebend bergen zu können. Das 72-Stunden-Fenster ist inzwischen geschlossen. Allerdings können Verschüttete, die Zugang zu Wasser oder Lebensmitteln haben, länger überleben.
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