Björn Höcke, der Landeschef der AfD in Thüringen, fordert die BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht dazu auf, Ministerpräsidentin von Thüringen zu werden. In einem am
Mittwochabend auf
X veröffentlichen Video sagte er, er wolle der BSW-Chefin die Hand reichen,
wenn sie das Amt übernehme. Zuvor hatte Wagenknecht zur Wahl in Sachsen-Anhalt erklärt,
das BSW
würde notfalls auch für einen Ministerpräsidenten der AfD den Weg frei machen.
Die Brandmauer sei gescheitert, man könne die AfD nicht dauerhaft ausgrenzen. Darauf
antwortete Höcke nun und bot dem BSW die Zusammenarbeit an, etwa in Thüringen
und Sachsen-Anhalt. Der Verfassungsschutz stuft die AfD-Landesverbände in Thüringen
wie in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem ein. Sachsen-Anhalt wählt am
6. September einen neuen Landtag. Aktuell ist die AfD
dort mit weitem Abstand die stärkste Kraft. Der Einzug des BSW in den Landtag
ist noch nicht sicher. Ob sich die beiden Parteien in Zukunft stärker annähern könnten,
ordnet Jana
Hensel aus der ZEIT-Politikredaktion ein.
Mehr Mitarbeiter
der Deutschen Bahn sollen in Zukunft Bodycams tragen können. Dabei geht es um Bodycams
für Personal in Bahnhofsgebäuden und Stationen – im Regional- und Fernverkehr
setzt die DB schon Bodycams ein. Der Konzern erklärte, Mitarbeiter in den Bahnhöfen
könnten die Bodycams wie in den Zügen freiwillig nutzen. Mit dieser Maßnahme reagiert
die DB auf zunehmende
Übergriffe gegen ihr Personal. Zuletzt hatte ein tödlicher Angriff auf einen
Zugbegleiter im Februar Schlagzeilen gemacht. Danach hatte Bahnchefin Evelyn
Palla angekündigt, die freiwillige Nutzung von Bodycams noch in diesem Jahr auf
alle Beschäftigten mit Kundenkontakt auszuweiten. Die Mitarbeiter könnten die
Geräte in gefährlichen Situationen einschalten, in denen die Bodycams vor allem
deeskalierend wirken sollen. Wie effektiv verbessern die Bodycams die
Sicherheit der Beschäftigten? Und was bedeuten sie für Bahnreisende? Antworten
darauf gibt Jonas
Schulze Pals aus dem Wirtschaftsressort der Zeit.
Außerdem
im Update: Mehrere Marinesoldaten
des US-Flugzeugträgers Abraham Lincoln haben offenbar versucht, von Bord des
Schiffes zu springen. Zuerst berichteten zwei US-Militärnachrichtenportale
über die Gründe: schlechte Umstände und Ausstattung an Bord sowie psychischer
Stress. Die Besetzung des Flugzeugträgers ist bereits seit neun Monaten im
Einsatz und hat seit einer Rekordanzahl rund 250 Tagen kein Land mehr
angelaufen. Der Einsatz der rund 5.000 Personen starken Crew wurde mehrfach
verlängert und ist verbunden mit dem Krieg der USA gegen den Iran.
Und sonst so: Wie viele Löschhubschrauber braucht es, um das Wasser im Rhein
um einen Zentimeter anzuheben?
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion:Hannah Grünewald
Mitarbeit: Lena Herrmann
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