
Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich. Genauere Angaben machte er dazu nicht.
Noch vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump Iran gewarnt, das Land werde sehr hart getroffen, sollte die für den globalen Handel mit Öl, Flüssiggas und Dünger wichtige Meerenge nicht bald geöffnet werden. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört.
Die Straße von Hormus und die angrenzenden Gewässer des Persischen Golfs und des Golfs von Oman beherbergen laut Greenpeace empfindliche Ökosysteme wie Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen, die zahlreichen Arten als Lebensgrundlage dienen. Bei einer Ölhavarie könnte zudem die Wasserversorgung von Millionen Menschen gefährdet sein, da viele Golfstaaten auf Entsalzungsanlagen setzen.
