Durch das schnelle Wachstum Künstlicher Intelligenz und eine
fortschreitende Elektrifizierung soll der Stromverbrauch in den USA in den
kommenden Jahren immer neue Rekordwerte erreichen. Die Nachfrage werde vom bisherigen Höchstwert von 4.195
Terawattstunden (TWh) im Jahr 2025 auf 4.268
TWh in diesem Jahr steigen, teilte die US-Energiebehörde EIA mit. Für
das Jahr 2027 prognostiziert die EIA dann sogar 4.391 TWh.
Der Anstieg sei vor allem auf Rechenzentren für KI und Kryptowährungen
zurückzuführen, teilte die Behörde mit. Außerdem würden private Haushalte und
Unternehmen zunehmend Strom statt fossiler Brennstoffe zum Heizen und für den
Verkehr nutzen.
Ihre Prognose für 2027 senkte die Behörde lediglich für
den US-Bundesstaat Texas. Dort soll der Strombedarf nur noch um sechs Prozent
wachsen, nachdem zuvor ein Plus von 14 Prozent
erwartet worden war. Grund dafür ist ein Anfang August vom texanischen
Gouverneur verhängter Baustopp für
neue Rechenzentren.
Widerstand gegen KI-Rechenzentren
Die EIA rechnet bei der Erzeugung von Strom mit einem höheren
Anteil erneuerbarer Energien. Dieser soll von und 24 Prozent im Jahr 2025 auf 27 Prozent im Jahr
2027 steigen. Gleichzeitig werde der Anteil der Kohle von 17 auf 15
Prozent sinken. Erdgas und Kernkraft dürften mit 40 beziehungsweise 18 Prozent
stabil bleiben.
Rechenzentren werden aktuell im ganzen Land gebaut oder
sind in der Planung. Doch auch der Widerstand gegen sie wächst. New York hatte
als erster US-Bundesstaat den Bau von KI-Rechenzentren verboten. In vielen
Gegenden des Landes sorgen sich die Menschen über deren hohen Strom- und Wasserverbrauch. Kritik an den Zentren kommt dabei sowohl von demokratischen, als auch von republikanischen Wählern. Zumal viele der neuen Rechenzentren in mehrheitlich republikanischen Regionen gebaut werden sollen.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Rechenzentren hingegen zuletzt erneut als »äußerst
wichtig« für die US-Wirtschaft. Widerstand dagegen nannte er einen
Fehler. Auch die Entscheidung des Bundesstaates New York kritisierte er damals
heftig.
