Okka Zimmermann arbeitet in Teilzeit als Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule und hat zwei Töchter.

Talentierte junge Wissenschaftlerinnen scheuen oft eine wissenschaftliche Karriere, weil sie ihren Wunsch nach stabiler Partnerschaft und Kindern nicht zurückstellen möchten. Die Folge: Die Hälfte der Promotionen geht an Frauen, aber nur gut ein Viertel der Professuren ist von Frauen besetzt. Und fast jede zweite Professorin ist kinderlos, unter Professoren ist es nur jeder Vierte.

Die Gründe dafür sind bekannt. Frauen tragen mehr Verantwortung im Privaten, haben daher weniger Zeit für die Wissenschaft. Weniger bekannt ist, dass sie auch im Beruf mehr Sorgearbeit übernehmen: Sie machen im Schnitt mehr Lehre und kümmern sich stärker um Studierende, auch um Teamevents oder die Institutsküche.