
Neun Monate nach einem tödlichen Lawinenunglück in Nepal sind die Leichen von fünf vermissten Bergsteigern gefunden worden. Unter den Todesopfern ist auch ein Deutscher, wie Biswash Karki, Bürgermeister der Gemeinde Gaurishankar, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Bei den weiteren Opfern handelt es sich demnach um einen Italiener, einen Italo-Kanadier und zwei Nepalesen.
Die Bergsteiger waren im November 2025 an den unteren Hängen des 5630 Meter hohen Bergs Yalung Ri nahe der Grenze zu Tibet von einer Lawine erfasst worden. Einheimische und Rettungskräfte entdeckten ihre Leichen am Donnerstag.
Leichen unter Schnee bedeckt
Seit dem Unglück hätten Armee, Polizei und örtliche Rettungsmannschaften immer wieder nach den Vermissten gesucht, sagte Karki. Die Leichen seien jedoch unter dicken Schneeschichten begraben gewesen.
Die Bergung verzögerte sich zunächst wegen schlechten Wetters. Ein Hubschrauber sei am Freitag in das Gebiet geschickt worden, die Einsatzkräfte hätten die Fundstelle aber nicht erreichen können, sagte der örtliche Polizeivertreter Manoj Kumar Lama. Sobald sich das Wetter bessere, sollten die Leichen ausgeflogen werden.
In Nepal befinden sich acht der zehn höchsten Berge der Welt, darunter der Mount Everest. Die Gipfel des Himalaya-Gebirges ziehen jedes Jahr hunderte Bergsteiger und Wanderer an. Nach Angaben des Expeditionsarchivs Himalayan Database kamen seit 1950 mehr als tausend Menschen auf den Gipfeln des Landes ums Leben. Fast ein Drittel der Todesfälle wurde durch Lawinen verursacht.
