Vor einiger Zeit, als Leute im Internet schon wieder nichts zu tun und sich einige ihrer Hirnareale aus Notwehr vorübergehend deaktiviert hatten, gab es plötzlich Diskussionen über den hot rodent man, also den »heißen Nagetiermann«. Diese Bezeichnung traf vor allem berühmtere Männer, die ein kleines, eckiges Gesicht haben und möglicherweise eine dentale Schrägheit. Bald ging es so weit, dass sogar die New York Times dieses Aussehen zum Schönheitsideal der sogenannten Generation Z adelte, da Zeitungen ja inzwischen offiziell angehalten sind, jeden flüchtigen Unsinn ernst zu nehmen, der auf Social Media diskutiert wird. Aus der echten Nagetiercommunity hingegen hörte man zu alldem bedauerlicherweise wenig. Es erschien kein kritischer Gastbeitrag eines gelehrten Grauhörnchens in der FAZ, und auch auf der Gästeliste bei Lanz stand zwar ständig der Chrupalla von der AfD, aber nie saß dort ein körperaktivistisch gestimmtes Chinchilla, das mit Vorurteilen aufräumt oder sich gegen die Sexualisierung von Nagern im Allgemeinen wehrt.