Feuerwehrleute sind im Ruhrgebiet einer Teichhuhn-Familie zur Hilfe gekommen, deren Nest durch einen abgebrochenen Baumstamm in Gefahr geraten war. Eine Fußgängerin hatte beim Spazieren auf dem Ruhrradwanderweg plötzlich ein lautes Knacken gehört und den Notruf gewählt, weil der Stamm in einer Baumkrone festhing und auf den Gehweg zu stürzen drohte, wie die Feuerwehr mitteilte. Als die Rettungskräfte anrückten, nahm ihr Einsatz in Wetter (Ruhr) eine unerwartete Wende: Am Flussufer unter dem Baum entdeckten sie das Teichhuhn-Nest mit mehreren Küken.
Was also tun? Aus der Baumkrone zu Boden stürzen lassen konnte die Feuerwehr den abgebrochenen Stamm nicht mehr, sonst wäre das Nest womöglich zerschmettert worden. Also zerteilte sie ihn mit einer Motorsäge und zog den Stamm mittels Seil zur Seite weg, sodass keine Gefahr mehr für die kleinen Vögel bestand. «Erfreulicherweise zeigten alle Fußgänger und Radfahrer Verständnis für die notwendige Maßnahme, sodass es während des Einsatzes zu keinerlei Diskussionen oder Behinderungen kam», teilte die Feuerwehr später mit.
Teichhühner brühten in Nordrhein-Westfalen vor allem in nährstoffreichen Gewässern wie Teichen, Tümpeln und langsam fließenden Flussabschnitten. Ihre Nester bauen die schwarzen Vögel, die in etwa so groß werden wie Tauben, meist verdeckt im Schutze des Dickichts am Ufer.
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