
Siemens Energy verzeichnet in den USA eine hohe Nachfrage, was auf den Boom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und den Ausbau der Hochspannungsnetze zurückzuführen ist. Die Aufträge stiegen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro, was über den Markterwartungen lag. Der Auftragsbestand erreichte Ende Juni den Rekordwert von 162 Milliarden Euro, was binnen zwölf Monaten einem Anstieg um 26 Milliarden Euro entspricht.
Siemens Energy bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr. Bei der Ergebnis-Marge vor Sondereffekten gebe es eine Tendenz zum oberen Ende der Bandbreite von zehn bis zwölf Prozent. Im dritten Quartal lag sie bei 14,2 Prozent. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro – rund 70 Prozent mehr als vor Jahresfrist. „Auch im dritten Quartal hält die weltweit starke Nachfrage nach Strom und damit nach unseren Produkten weiterhin an“, sagte Bruch. Der Konzern setze auf profitables Wachstum.
Auch dank eines Ausbaus der Produktionskapazitäten steigerte Siemens Energy im Quartal seinen Umsatz um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Haupttreiber war erneut das Geschäft mit Gasturbinen zur Stromerzeugung sowie mit den Stromnetzen. In den ersten neun Monaten liegt der Umsatz mit 31,4 Milliarden Euro um 13 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Das Ergebnis stieg in diesem Zeitraum um 91 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) beläuft sich nach den ersten neun Monaten auf 6,6 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie vor zwölf Monaten.
