Die gute Nachricht der Woche liefert die Designerin Sarah Kern, die in der „Bild“-Zeitung konstatiert: „Ich hatte noch NIE schlechten Sex.“ Erfreulich ist das nicht nur für Sarah Kern, sondern auch für ihre bisherigen Intimpartner, die sich jetzt sämtlichst gebauchpinselt fühlen dürfen.
Eine weitere Aussage Kerns dürfte für Diskussionen sorgen: „Ich kann an der Form der Finger und der Nase erkennen, was ein Mann in der Hose hat“, behauptet sie. Damit hat sich schon der Volksmund befasst: Wie die Nase eines Mannes, so auch sein Johannes, heißt es da, von Fingern allerdings ist nicht die Rede. Was wiederum die Nase betrifft, so scheint die gesammelte Johannesforschung sich einig zu sein: Ein Zusammenhang besteht da nicht. Eine biologische Ausnahme, wir sind etwas tiefer ins Thema eingestiegen, sind womöglich die Nasenaffen, bei denen das beeindruckende Riech- mit einem tiefer gelegenen Organ zu korrespondieren scheint. Der vergleichenden Wissenschaft zum Vorteil gereicht dabei, dass sie keine Hosen tragen.
Was manche Männer mit ihren Fingern machen, beleuchtet „Freizeitpost“ anhand der Beziehung der Schauspielerin Simone Thomalla. „In Ihrem René (55)“, lesen wir, habe sie „den Mann fürs Leben gefunden“, einen, wie sie sagt, „der auf meiner Terrasse mal den Finger in den Blumentopf gesteckt und gesagt hat: ,Da ist zu wenig Wasser drin.‘“ Das also ist es, was Frauen wollen? Vermutlich war Simone auch hellauf begeistert, als René denselben Finger über die Anrichte gestrichen hat („Da könnte mal wieder Staub gewischt werden“), in die Tasse getunkt („Der Kaffee ist nur noch lauwarm“) und in ihre Taille gepiekst hat („Da könnten ein, zwei Kilo weg“).
Was der isst, esse ich auch
Solches müsste sich Guido Maria Kretschmer nicht gefallen lassen: „Wunderbarer Abnehm-Erfolg“, staunt „Echo der Frau“. Im Internet, berichtet es, „folgt er nämlich seit einiger Zeit einer Person, die früher auch mehr gewogen hat und nun schlank ist. ,Was der isst, esse ich jetzt auch.‘“ Allerdings: „Es fällt mir immer noch schwer, weil ich wirklich gerne kaue. Aber ich kaue jetzt an anderen Sachen herum.“ Was mögen das für Sachen sein: Kaugummis? Kautabak? Kauderwelsch? Gummiknochen? Fingernägel? Gedanken?
Nicht ganz so weit scheint Schauspieler Armin Rohde zu sein. „Ich möchte unbedingt an meiner Fitness arbeiten“, lässt er „Das goldene Blatt“ wissen, welches nachhakt: „Werden Sie in ein Fitness-Studio gehen?“ – „Nein, gar nicht. Ich möchte so Übungen mit eigenem Körpergewicht machen.“ Ob auch dafür gilt: Je mehr Gewicht man stemmt, desto besser? Doch Rohde hat noch mehr Pläne: „Und viel gehen. Das ist eh das Allerbeste für Körper und Geist. Einfach gehen, vielleicht zwischendurch mal ein Foto dabei machen und dann wieder gehen.“ Als leidenschaftlicher Fotograf sagt Rohde noch: „Ich würde lieber ohne Hose aus dem Haus gehen als ohne Kamera!“ Wir würden ihn bitten wollen, doch besser auf die Kamera zu verzichten, wir haben nämlich kein gesteigertes Interesse an Rohdes, hm, Nase.
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Seine Kollegin Jutta Speidel teilt dem „Goldenen Blatt“ mit: „Meine Ideen hole ich meistens aus dem Alltag. Oft erlebe ich was, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe oder daheim beim Bügeln bin.“ Wir haben keinen Hund, also bliebe uns, um auf Ideen zu kommen, nur das Bügeln, wirklich was erlebt jedoch haben wir dabei bedauerlicherweise nie. Gut, manchmal mussten wir Wasser nachfüllen oder bekamen eine hartnäckige Hemdfalte nicht weg, doch geht so was schon als Erlebnis durch?
Auf einige der Erlebnisse während des Komas, in das man ihn wegen einer Lungenentzündung versetzt hatte, hätte Ralph Siegel gern verzichtet: „Erpressungen, Gefangenschaft, schreckliche Geschichten. Ich wurde gefesselt, gefoltert, ermordet“, erzählt er der „Bild“-Zeitung. Immerhin hat er die Zeit auch produktiv nutzen können: „Ich habe im Koma ein schönes Lied geschrieben.“ Nehmt das, Gen Z: Während euch schon ein Fünfstundentag zu wenig life-gebalanced ist, arbeitet der alte Siegel noch im Koma weiter.
Ein harter Schlag nicht nur für Siegel dürfte das Ergebnis einer Umfrage sein: „Wer ist Ihr/e Lieblings-Schlagersänger/in?“, wollte „Die Aktuelle“ wissen. Neun Prozent sagen Helene Fischer, sieben Roland Kaiser, insgesamt 39 Prozent nennen irgendeinen Namen. Die große Mehrheit von 62 Prozent aber wählt als Antwort: „Weiß nicht / trifft nicht zu“. Das ist bitter, zumal „Die Aktuelle“ wirklich viele Menschen befragt hat, nämlich 101 Prozent. Wir haben extra geschaut, ob irgendeine Schlagercombo „Weiß nicht / trifft nicht zu“ heißt, aber die tragen ja eher Namen wie „Die Zipfelbuben“.
Ob das ein guter Übergang zu Heidi Klums Ehemann Tom Kaulitz ist? Der hat, wie „Frau im Spiegel“ berichtet, in seiner Doku gesagt: „Ich habe wirklich überdurchschnittlich viel Sex mit meiner Frau. Wirklich viele Stunden.“ Um das einschätzen zu können, müsste er das präzisieren: in der Woche? Im Jahr? An einem Tag? Wen das, so oder so, einschüchtert, der kann sich damit trösten, dass Kaulitz hier nur von der Quantität spricht. Vielleicht ist der ganze Sex ja richtig schlecht gewesen.
