Mit wem immer man dieser Tage in Salzburg über Markus Hinterhäuser spricht, den unter dubiosen Umständen seit März »beurlaubten« Intendanten der Salzburger Festspiele (wie es hieß), gehen die Meinungen wild durcheinander. Die einen sagen so, die anderen so, die Dritten schweigen beredt.
Der Hotelier kennt Kollegen aus der Gastronomie, die von Hausverboten wegen wiederholten ungebührlichen Betragens sprechen; Taxifahrer wiederum kennen Festspielangestellte, die in zehn Jahren Intendanz keine einzige »kritische« Situation mit Hinterhäuser erlebt haben wollen; Festspielkünstler schwärmen von der vertrauensvollen, kreativen Zusammenarbeit mit dem Intendanten; und die österreichische Presse gibt mal den einen recht und mal den anderen, schwankt zwischen »Markus, dem Märtyrer« und, ja, was eigentlich? Markus, der Mimose, dem Monster?
