
Chinesische Flugabwehrraketen für Iran?
Trump wiederholte Aussagen vom April, dass Staats- und Parteichef Xi Jinping ihm die Zusage gegeben habe, dass Peking keine Waffen an Teheran verkaufen werde. „Er hat mir sehr deutlich gesagt, dass er sich nicht daran beteiligen wird, aber er weiß, dass ich sehr enttäuscht wäre. Er kommt, glaube ich, am 24. September hierher“, fügte Trump hinzu. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Trump vor dem angekündigten Besuch von Xi in Amerika schlechte Stimmung verbreiten will, eher im Gegenteil. Aber wie nicht selten vor derartigen Staatsbesuchen verschaffen sich beide Seiten Verhandlungsmasse. Zuletzt verbot Amerika die Einfuhr von Robotern und Wechselrichtern aus dem Ausland, was gegen China zielt.
Die nun vermeldeten tragbaren Flugabwehrsysteme sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von China über Pakistan nach Iran gelangen. Der 60 bis 70 Millionen Dollar schwere Deal umfasse den Kauf von 300 bis 400 tragbaren Luftverteidigungssystemen (MANPADS), einschließlich in China hergestellte QW-12- und FN-16-Raketen, berichtete Reuters unter Berufung auf drei nicht näher benannte Quellen. Der Vertrag sei mit der Firma Zhongqing Baoshang International Investment geschlossen worden, einem in Hongkong ansässigen Unternehmen. Die Firma fungiere den Quellen zufolge als Vermittler zwischen der iranischen Seite und China.
Das Außenministerium in Peking wies den Bericht am Donnerstag als „unwahr und haltlos“ zurück. „China hat sich stets für die Förderung des Friedens und die Verhinderung von Kriegen eingesetzt“, hieß es. Eine direkte chinesische Beteiligung am Irankrieg ist bislang nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass China Güter mit doppeltem Verwendungszweck an Iran liefert, die also zivil oder militärisch eingesetzt werden können.
