
Übernahme in Polen beflügelt Erste Group
Die Erste Group profitiert von ihrer Übernahme der Santander Bank Polska. Zum Halbjahr bilanzierte Österreichs größtes Geldhaus mit einem Nettogewinn von fast zwei Milliarden Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Auch die Risikokosten des stark in Zentral- und Osteuropa engagierten Instituts stiegen deutlich von 182 Millionen Euro auf 583 Millionen Euro an.
Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).
Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. “Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro”, sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.
Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, ihr Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen
