Das kommunistisch geführte Kuba hat vor dem Hintergrund der schweren
Wirtschaftskrise mehrere Sektoren seiner Wirtschaft für private Unternehmen
geöffnet. Darunter fallen laut einem Dekret der Regierung der
Treibstoffvertrieb, Apotheken, Hafendienstleistungen und
Altenpflegeeinrichtungen.

Die Sektoren Bildung, Telekommunikation, Medien und
Verteidigungen bleiben dem Erlass zufolge allerdings unter der strengen Kontrolle
der Regierung. Die medizinische Versorgung bleibe ebenfalls in der Verantwortung
des Staats. Kostenlose Krankenhausleistungen für die kubanische Bevölkerung werde so weiterhin gewährleistet.

Das kubanische Parlament hatte
einem Paket mit 176 Maßnahmen zugunsten der Marktwirtschaft vor einigen
Wochen zugestimmt. Für das kommunistisch geführte Land gilt die Öffnung
einiger Wirtschaftssektoren als historische Wende.

Kuba steckt in seiner
schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Diese wird
durch die von US-Präsident Donald Trump im Januar verhängte Ölblockade verschärft.
Das Land leidet an Nahrungsmittel- und Treibstoffknappheit. Durch den
Treibstoffmangel und veraltete Technik kommt es auch immer wieder zu
Stromausfällen.