Fußballer und Funktionäre reagieren durchweg positiv auf Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Klopp sei ein »großartiger Motivator, der unsere Fans und den deutschen Fußball
mitnehmen wird«, sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler. »Er hat es seit
vielen Jahren verdient, diesen Job zu bekommen. Die Erfolge sprechen
für ihn.«
DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bezeichnete Klopp als einen der »besten Trainer der Welt«. »Wir greifen ins höchste Regal. Wir werden wieder etwas körperbetonter, intensiver, rustikaler spielen und den Gegnern auch in der 90. Minute, wenn es 1:1 steht, vermitteln, dass wir zurückkommen«, sagte Watzke.
Lob kam auch von verschiedenen ehemaligen Nationalspielern. Klopp könne »sehr deutlich sein bei dem, was er will und fordert«, sagte etwa Mario Götze. Deshalb sei er so erfolgreich gewesen. »Spieler führen, Erwartungen managen, Menschen als Gruppe zusammenbringen, das hat er auf perfekte Weise verstanden.«
Auch der frühere DFB-Kapitän Ilkay Gündogan setzt Hoffnung in Klopp. »Wenn es
jemanden gibt, der den Job genau jetzt machen sollte, dann ist das wohl Jürgen
Klopp«, sagte Gündogan. Der ehemalige BVB-Trainer sei »fähig, das ganze Land wieder zu vereinen, alle wieder für
das Fußballspiel zu begeistern, was wir in Deutschland wirklich wieder
brauchen«.
Klopp folgt auf Julian Nagelsmann als Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft. Nachdem Deutschland bei der Weltmeisterschaft bereits im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden war, trat Nagelsmann zurück.
»Der Bester, den wir im Moment haben«
Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts nannte den neuen Trainer »den Besten,
den wir im Moment haben«. Der zuletzt bei Red Bull tätige Klopp habe »das
Feuer, um zu begeistern«. »Er ist ein guter Kommunikator und er hat ein
internationales Flair durch seine erfolgreiche Arbeit in Liverpool, das
lässt ihn einen anderen Blick auf den deutschen Fußball haben«, sagte Vogts.
Freudige Reaktionen kamen auch aus seinem ehemaligen Klub Borussia Dortmund. »Er ist die einzige und logische Wahl – und das Beste, was Fußballdeutschland jetzt passieren kann«, sagte BVB-Aufsichtsrat Michael Zorc. »Egoismen hintenan stellen, das Leistungsprinzip nach vorne setzen: Er geht voran, und die Leute werden ihm folgen.«
Der ehemalige Fußballer Lothar Matthäus lobte Klopps »Charisma, Authentizität,
Verlässlichkeit und eine klare Linie, menschlich wie fußballerisch«. Er
verkörpere den durch ehrliche Arbeit wahr gewordenen Traum vom Aufstieg.
Klopp war bis 2024 Trainer des englischen Spitzenklubs FC Liverpool, davor hatte er in Deutschland Borussia Dortmund und den FSV Mainz 05 trainiert. Zuletzt arbeitete Klopp für den Red-Bull-Konzern als Head of Global Soccer, sein dort bis 2029 laufender Vertrag wurde aufgelöst.
