Kurz vor der Vorstellung des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine weitere Personalentscheidung angekündigt. Es-Nationalspieler Per Mertesacker werde vom 1. Januar 2027 an Geschäftsführer Sport des Verbandes, berichteten Sky/ntv/RTL. Der frühere Profi werde einen langfristigen Vertrag erhalten, hieß es. Auch die Bild berichtete, dass Mertesacker den Posten übernehmen werde.
Mit der Verpflichtung des 41-Jährigen würde der DFB sein Vorhaben umsetzen, frühere Spitzenspieler in verantwortungsvoller Position einzubinden. Andreas Rettig, der das Amt bis zum Jahresende innehat, soll Mertesacker demnach in den kommenden Monaten einarbeiten. Der 63-Jährige hatte seinen Vertrag unabhängig vom frühen WM-Aus im Sechzehntelfinale nicht verlängern wollen.
Mertesacker soll bei Vorstellungsrunde mit Klopp bestätigt werden
Der offizielle Dienstbeginn für Mertesacker wird den Angaben zufolge der 1. Januar 2027 sein. Bei der Vorstellungsrunde mit Klopp an diesem Freitag soll Mertesacker in seiner neuen Rolle bestätigt werden. Anders als der neue Bundestrainer werde er aber nicht vor Ort sein, hieß es.
Funktionäre von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH und Co. KG bewilligten kurz nach der Abstimmung für Klopp als Bundestrainer auch die Ernennung von Per Mertesacker. Wesentliche Personalentscheidungen können nur mit der Einwilligung der Funktionäre erfolgen.
Mertesacker hatte Interesse an DFB-Posten eingeräumt
Mertesacker hatte zuletzt als WM-Experte für das ZDF gearbeitet. Im Hauptjob war er bis zum Ende vergangener Saison Leiter der Jugendakademie des englischen Meisters FC Arsenal. Am Rande der WM hatte er zuletzt Interesse an einem Posten beim Verband eingeräumt. »Man muss dem DFB eins lassen: Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen«, hatte Mertesacker am Tag des WM-Finales gesagt. Zuletzt sei »nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen«, sagte er weiter.
Mertesacker hatte 2018 seine Karriere beim FC Arsenal beendet. Zuvor hatte er in Deutschland für Hannover 96 und Werder Bremen gespielt. Höhepunkt seiner Karriere war der WM-Sieg 2014 in Brasilien. Nach dem Finale gegen Argentinien (1:0 n.V.) hatte er nach 104 Länderspielen seine DFB-Karriere beendet.
