
Mit der richtigen App auf dem Smartphone können sich Autofahrer die Suche nach Kleingeld oder gar ein Verwarnungsgeld wegen einer überzogenen Parkfrist ersparen. Auch in Wiesbaden ist das „Handyparken“ auf dem Vormarsch, inzwischen wird ein Drittel aller Parkvorgänge via Smartphone-App abgerechnet, wie die Stadt nun mitteilt.
Ein Komfortgewinn ist dabei die Möglichkeit, aus der Ferne die gebuchte Parkzeit zu verlängern, allerdings nach wie vor nur bis zur maximal zulässigen Parkdauer. Der Sprint zum Automaten zwecks Nachlösen entfällt zwar innerhalb dieser Frist. Darüber hinaus geht aber auch mit der App nichts mehr. Ungeachtet dieser Einschränkung sieht Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) eine Entwicklung in die richtige Richtung: „Handyparken macht das Parken in Wiesbaden einfacher, flexibler und komfortabler.“
Fünf Anbieter zur Auswahl
In Wiesbaden können inzwischen alle öffentlichen, kostenpflichtigen Straßenparkplätze per Smartphone-App bezahlt werden. Zur Auswahl stehen derzeit fünf Anbieter: Easypark, Mobilet, Parco, Parkster und Paybyphone. Beim Anbieter Parkster fällt den Angaben zufolge für registrierte Kunden keine zusätzliche „Servicegebühr“ an.
Nicht nur für Nutzer hat das Smartphoneparken laut Kowol Vorteile, sondern auch für die Stadt: Weil das System kennzeichenbasiert arbeite, seien keine zusätzlichen technischen Einrichtungen der Stadt nötig. Das verringere den Aufwand auf dem Weg zum digitalen Parkraummanagement.
Abgerechnet wird das Parken entsprechend der Gebührenordnung und minutengenau: Konkret heißt das, dass in der Innenstadt 50 Cent je angefangenem Zehn-Minuten-Zeitraum anfallen, im übrigen Stadtgebiet je angefangenem Zwölf-Minuten-Zeitraum. Die klassischen Parkscheinautomaten sollen trotzdem erhalten bleiben.
