Rund 3.300 Werkswohnungen von BASF sollten verkauft werden. Nun stoppt der Chemiekonzern die Pläne unter Verweis auf die aktuellen Marktbedingungen.
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© John McDougall/AFP/Getty Images
Der Chemiekonzern BASF hat den Verkauf eines Großteils seiner Werkswohnungen wegen schwieriger Marktbedingungen vorerst gestoppt. Der Veräußerungsprozess für ein Paket von rund 3.300 Wohneinheiten werde bis auf Weiteres ausgesetzt, teilte das Unternehmen in Ludwigshafen mit. Zwar hätten Investoren großes Interesse gezeigt, ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt würde jedoch nicht den angestrebten Mehrwert erzielen. Zur Begründung verwies BASF auf das veränderte Zinsumfeld und anhaltende Schwankungen am Immobilienmarkt. Die Vermarktung von weiteren 1.100 einzelnen Eigentumswohnungen werde dagegen fortgesetzt. Für die Mieter ändere sich durch die Entscheidung nichts.
BASF hatte im Februar angekündigt, sich von insgesamt 4.400 Wohnungen trennen zu wollen. Der Konzern begründete den Schritt damals damit, sich in der Branchenkrise stärker auf das Kerngeschäft fokussieren zu müssen. Der Verkauf sollte eigentlich bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Insbesondere am Stammwerk in Ludwigshafen kämpft BASF mit hohen Energiekosten und einem weltweiten Überangebot an Basischemikalien. Die Verkaufspläne hatten deutliche Kritik der Gewerkschaft IGBCE ausgelöst. Die Gewerkschaft warf dem Management vor, sich von seinen Werten zu verabschieden und rein finanzgetrieben das »Tafelsilber« zu veräußern. In den Wohnungen leben größtenteils aktive oder ehemalige Beschäftigte.
