Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will nur für die Dauer der laufenden Legislaturperiode im Amt bleiben. »In vier Jahren kann man viel erreichen«, sagte Weimer der Zeitschrift Bunte. »Ich bin voller Tatendrang. Meine Leidenschaft für Medien und Kultur wächst auch im Amt immer weiter. Aber auch die Sehnsucht nach Familie und Freiheit wächst.«
Auf die Frage, wie lange er als parteiloser Politiker im Amt bleiben wolle, antwortete Weimer: »Exakt eine Legislaturperiode. Nicht länger.« Er vermisse vor allem seine Frau Christiane, mit der er als Politiker viel zu selten zusammen sei.
Rückblickend auf seine bisher 16 Monate im Amt sagte Weimer,
er verstehe sich »als Anwalt der Kultur, nicht etwa als Kontrolleur«. Abgesehen vom Verteidigungsministerium sei kein Etat prozentual so gestiegen wie seines, sagte
der Kulturstaatsminister. Der Haushaltsausschuss des Deutschen
Bundestages hatte im November dem Kultur- und Medienetat des Bundes rund
2,57 Milliarden Euro zugewiesen. Der Regierungsentwurf für den
Bundeshaushalt 2026 hatte rund 2,5 Milliarden Euro vorgesehen.
In den letzten Monaten stand Weimer regelmäßig in der Kritik, Akteure der Kulturszene werfen ihm einen politisch
motivierten Kulturkampf vor. Auslöser sind vor allem der
Ausschluss dreier linksgerichteter Buchläden vom Deutschen
Buchhandlungspreis und die Einmischung in die künstlerische Freiheit der
Berlinale.
Weimer ist seit Anfang Mai 2025 Kulturstaatsminister. 2003 gründete er das Berliner Magazin Cicero, das er bis 2010 leitete. Zuvor arbeitete er als Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und war bis 2012 Chefredakteur des Magazins Focus. Anschließend gründete Weimer gemeinsam mit seiner Frau, der Journalistin Christiane Götz-Weimer, die Weimer Media Group. Auch wegen möglicher Interessenkonflikte stand Weimer in der Kritik.
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