Manche Dinge erscheinen selbstverständlich, bis sie auf einmal weg sind. Parkbänke gehören dazu. Was wäre ein Spaziergang im Stadtpark ohne die Möglichkeit, sich an einer ruhigen Stelle hinzusetzen und dem Rauschen der Blätter zuzuhören?
Dazu könnte es kommen. Die Verwaltung des Bezirks Nord hat angekündigt, schadhafte Bänke in Zukunft abzubauen, statt sie zu reparieren, sollte die Stadt nicht die Mittel für die Pflege ihrer Grünanlagen deutlich erhöhen. Danach sieht es nicht aus.
Dieser Tage plant der Senat den Doppelhaushalt für 2027 und 2028. Details standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest, aber schon im Vorfeld warnte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) vor härteren Zeiten, in denen es nicht mehr möglich sein werde, Kostensteigerungen durch höhere Ausgaben auszugleichen. Landschaftsbauarbeiten, und dazu zählt auch die Instandhaltung von Parkbänken, sind dem Statistischen Bundesamt zufolge binnen fünf Jahren um 60 Prozent teurer geworden. In Zukunft gibt es also entweder mehr Geld – oder weniger Bänke.
