Um seinen Wahlkampf nicht zu beeinträchtigen, will Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) die Nachfolge von Jens Spahn schnell geklärt sehen. »Für mich Erwartungshaltung im Wahlkampf ist, dass wir nicht permanent
mit Themen aus Berlin unseren Wahlkampf überlagert sehen«, sagte Schulze vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin. Das gelte nicht nur für ihn, sondern auch für die Wahlkämpfer in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Es sei gut, »dass das Thema jetzt gelöst wird«, sagte der
CDU-Politiker weiter. Die Debatte um den zurückgetretenen Fraktionschef Jens Spahn »sei nicht
hilfreich«, sondern schade dem Wahlkampf, sagte Schulze zuvor dem
Nachrichtenradio MDR Aktuell.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In
Umfragen liegt die AfD weit vor der CDU. Am 20. September wird in Berlin
und Mecklenburg-Vorpommern gewählt.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, dass
die Bundestagsfraktion der Union am 29. Juli in einer Sondersitzung über
die Nachfolge von Spahn entscheiden werde. Jens Spahn hatte am vergangenen Samstag nach Aufforderung von Merz seinen Rücktritt bekanntgegeben.