Die Zahl der Toten in Venezuela steigt auch drei Wochen nach dem Erdbeben weiter. Die Regierung meldet nun mindestens 5.069 Tote. Mehr als 50.000 könnten vermisst sein.
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Mehr als drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten Behördenangaben zufolge auf mehr als 5.000 gestiegen. Seit der Katastrophe Ende Juni seien 5.069 Tote gezählt worden, schrieb Parlamentspräsident Jorge Rodríguez auf Telegram. 16.740 Menschen wurden demnach verletzt.
Zur Zahl der Vermissten machen die Behörden in Venezuela weiterhin keine Angaben, lange wurde nach Überlebenden gesucht. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 50.000 Menschen vermisst sein könnten.
Am 24. Juni hatten im Abstand von nur 39 Sekunden zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela erschüttert. Am schwersten
betroffen war der nördlich der Hauptstadt Caracas gelegene Bundesstaat
La Guaira mit der gleichnamigen Hafenstadt. Mehr als 850 Gebäude wurden beschädigt. Davon stürzten rund 190 vollständig ein.
Wegen der Erdbeben-Schäden leben nach Angaben der Regierung noch immer rund 20.000 Menschen in behelfsmäßigen
Lagern. Der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez ist für die Notunterkünfte zuständig und gab zuletzt an, dass bisher 108
Unterkünfte für die Betroffenen eingerichtet worden seien.
