Bei erneuten US-Angriffen auf den Iran sind nach Angaben iranischer Staatsmedien im Süden des Landes drei Menschen getötet worden. Zudem seien in der Provinz Hormosgan acht Menschen verletzt worden. Der iranische Staatssender Irib meldete Detonationen in der Umgebung von Sirik nahe der Straße von Hormus sowie der Küstenstadt Bandar Abbas.
Das US-Militär hatte in den Abendstunden den Beginn neuer Angriffe auf den Iran verkündet. Das Regionalkommando Centcom schrieb im Onlinedienst X, mit den Angriffen sollten die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter geschwächt werden. Gegen 3.30 Uhr deutscher Zeit wurde die siebte Angriffsserie in Folge für beendet erklärt.
Laut iranischer Staatsmedien wurden in der Provinz Hormusgan im Süden erneut Brücken bombardiert. Nach iranischen Angaben hatte das US-Militär dort bereits in der Nacht zuvor Brücken und andere zivile Infrastruktur attackiert. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb daraufhin auf X, das iranische Volk sei jetzt noch entschlossener, seine Feinde die »verbrecherische Aggression bitter bereuen zu lassen«.
Dementi zu brennenden Tankern in der Straße von Hormus
Das iranische Staatsfernsehen meldete in der Nacht außerdem unter Berufung auf die iranische Revolutionsgarde, nahe der Stadt Buschehr sei eine amerikanische Drohne abgeschossen worden. Zudem stünden zwei Öltanker im Süden der Straße von Hormus in Brand. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Das US-Militär teilte später auf X mit, Behauptungen der Revolutionsgarden, dass zwei Öltanker in der Straße von Hormus explodiert seien, seien falsch.
Der Iran beansprucht weiterhin die vollständige Kontrolle über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge. Nach den erneuten Angriffen ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen.Beobachtern zufolge passierten nur noch vereinzelt Schiffe die Meerenge.
Vergeltungsschläge in Kuweit und Jordanien
Als Vergeltung für die jüngste Angriffswelle der USA attackierten die iranischen Streitkräfte nach eigenen Angaben in der Nacht US-Militäreinrichtungen in Kuwait und Jordanien. In Kuwait seien mehrere Munitionslager, Kommandoeinrichtungen und Kommunikationsanlagen ins Visier genommen worden, hieß es in einer Erklärung der Armee, die das iranische Staatsfernsehen verbreitete. In Jordanien seien Treibstofftanks der US-Armee angegriffen worden. Auch in Bahrain heulten in der Nacht mehrfach die Sirenen, um die Bevölkerung vor Angriffen zu warnen, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit.
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