Das israelische Parlament hat sich vor den Wahlen im Land ordnungsgemäß aufgelöst. 62 der 120 Abgeordneten stimmten für die Auflösung und beendeten damit die Legislaturperiode. Die Knesset wird am 27. Oktober neu gewählt. Ein Gesetz, das den Wahltermin offiziell festlegt, wurde jedoch aufgrund einer Blockade im Parlament für die kommende Woche an den Ausschuss zurückverwiesen.
Israels langjähriger Regierungschef Benjamin Netanjahu tritt als Spitzenkandidat der rechten Likud-Partei erneut an und kündigte bereits an, nach den Wahlen eine möglichst breite Koalition bilden zu wollen. »Ich beabsichtige, eine breit aufgestellte nationale Regierung zu bilden, keine rechtsgerichtete Regierung, keine linksgerichtete Regierung, die von arabischen Parteien abhängig ist, sondern eine breit aufgestellte nationale Regierung«, sagte Netanjahu.
Der 76-Jährige regiert derzeit auch mit Rechtsextremisten. Netanjahu steht bislang insgesamt seit mehr als 18 Jahren israelischen Regierungen vor und damit länger als jeder andere Ministerpräsident des Landes.
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