Die USA begrenzen die Aufenthaltsdauer von ausländischen Studenten und Journalisten. Nach neuen Visa-Regeln dürfen sich ausländische Studenten mit einem Studentenvisum künftig nicht länger als vier Jahre in den USA aufhalten. Ausländische Journalisten sollen höchstens 240 Tage bleiben dürfen. Sie können aber eine Verlängerung für weitere 240 Tage beantragen.
Eine Sonderregel gilt für Journalisten aus China, ihre Visa werden demnach auf 90 Tage beschränkt. Diese neuen Regeln sollen in zwei Monaten in Kraft treten.
Bisher bekamen ausländische Studenten Visa für die Dauer
ihres Studiums. Für ausländische Journalisten werden Visa derzeit in
der Regel für fünf Jahre gewährt. Die verschärften Regeln waren bereits im August 2025 von der US-Regierung vorgestellt
worden, daraufhin waren rund 22.000 Stellungnahmen beim
Heimatschutzministerium eingegangen. Die nun veröffentlichten Regelungen sind aber weitgehend gleich geblieben.
Kritik von Hochschulen und Medienorganisationen
Das US-Heimatschutzministerium hatte die neuen Regeln damit
begründet, dass ausländische Bürger das System ausnutzen würden, um als
»ewige Studenten« dauerhaft in den USA zu bleiben. Eine konkrete Zahl
wurde damals nicht genannt. Weiter wurde argumentiert, dass frühere Regierungen
den ausländischen Studenten und anderen Visumsinhabern ermöglicht hätten, unbegrenzt
in den USA zu bleiben. Dies habe zu Sicherheitsrisiken und enormen Kosten für die Steuerzahler geführt.
Die neuen Regeln waren sowohl von Hochschulen als auch von
Medienorganisationen kritisiert worden. Die US-Regierung sende »eine
Botschaft an talentierte Menschen in aller Welt, dass ihre Beiträge in den
Vereinigten Staaten nicht geschätzt werden«, teilte der Verband der
Universitäts- und Collegepräsidenten mit. Medienorganisationen warnten davor, dass das Vorhaben die »Quantität und Qualität der
Berichterstattung aus den USA verringern« werde. Zudem werde es dem »internationalen
Ansehen Amerikas schaden, statt es zu fördern«.
Das chinesische Außenministerium hatte die geplante neue Regelung im August vergangenen Jahres ebenfalls kritisiert und sie als
diskriminierend bezeichnet.
US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt im
Januar 2025 eine weitreichende Verschärfung der Einwanderungspolitik eingeleitet.
Seine Regierung hat die Prüfung legaler Einwanderungsfälle verschärft,
Studenten wegen ihrer politischen Ansichten die Visa und Aufenthaltstitel
entzogen und Hunderttausenden Migranten ihren legalen Aufenthaltsstatus
aberkannt.
