US-Präsident Donald Trump hat Kritik an der Einwanderungs- und Abschiebebehörde ICE infolge mehrerer Todesfälle bei deren Einsätzen zurückgewiesen. ICE genieße sein volles Vertrauen und mache einen »großartigen Job«, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Durch die nach Beginn seiner Amtszeit stark ausgeweiteten ICE-Einsätze gehe die Kriminalität in den USA zurück, »in vielen Fällen mit Zahlen, die man seit Jahrzehnten nicht gesehen hat«, behauptete Trump.
Der US-Präsident stellte sich auch gegen strengere Auflagen für ICE-Beamte. Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass vor allem die umstrittenen Fahrzeugkontrollen eingeschränkt werden sollten: Fahrzeuge sollen demnach künftig nur noch in Ausnahmefällen angehalten und kontrolliert werden, beispielsweise bei der Vollstreckung eines Haftbefehls. ICE dürfe jedoch nicht »eines der wichtigsten und effektivsten Werkzeuge« verlieren, schrieb Trump: »Die Verkehrskontrolle«. Man müsse »stark, hart und klug sein«.
In den vergangenen Tagen wurden in mehreren US-Bundesstaaten zwei Personen von ICE-Beamten bei Verkehrskontrollen erschossen. Am Montag tötete ein ICE-Beamter einen Kolumbianer südlich von Portland, am vergangenen Dienstag wurde ein Mexikaner von einer ICE-Einsatzkraft erschossen. An diesem Dienstag starb in Florida ein Mann, der versucht hatte, zu Fuß vor ICE-Beamten zu fliehen. Dabei wurde er von einem Sattelzug erfasst und tödlich verletzt. Auch bei ihm handelte es sich um einen mexikanischen Staatsbürger.
Die Kritik an den ICE-Einsätzen und den umfassenden Freiheiten der Einsatzkräfte hat sich in den USA zu Jahresbeginn stark intensiviert, nachdem binnen weniger Wochen auch zwei US-Bürger getötet worden sind.
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