Das Landgericht Hamburg hat ein Räubertrio, das einen 80-Jährigen in seinem Haus in Hamburg-Eißendorf brutal überfallen hat, zu langen Haftstrafen verurteilt. Die drei Männer hätten sich des versuchten Mordes, der besonders schweren räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Steinmann.
Ein 45 Jahre alter Angeklagter erhielt eine Freiheitsstrafe von neun Jahren. Ein 25-Jähriger soll für sieben Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, sein gleichaltriger Komplize für vier Jahre und sechs Monate. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Ein Täter ist der Gärtner
Der 45-Jährige arbeitete als Gärtner für den 80-Jährigen, der ihm auf seinen Rollator gestützt nichtsahnend am 30. August 2025 die Haustür öffnete. Nach Überzeugung der Richter schlugen ihn die Täter, um ihn zur Herausgabe von Wertgegenständen und Bargeld zu zwingen. Schließlich hätten die Angeklagten versucht, ihn zu ermorden.
Bei ihren Angaben vor Gericht hätten die Angeklagten versucht, den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben und das eigene Fehlverhalten schöngeredet, sagte der Vorsitzende Richter.
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