
In kaum einer anderen Branche gibt es so zuverlässig und häufig neue Trends und Moden wie im Reich der Lebensmittel und Getränke. Wer neulich noch eimerweise Bubble-Tea geschlürft hat, gibt sich jetzt dem Matcha-Exzess hin, wer vor einer Weile noch Poke-Bowls gefuttert hat, löffelt nun am liebsten Acai-Beeren-Creme. Alle paar Monate wird eine neue exotische Sau durch das globale Dorf getrieben, und in Nullkommanichts steht in den Metropolen dieser Welt die Digitalgemeinde vor irgendeinem neuen Café oder Shop stundenlang Schlange, um Teil des Hypes zu sein.
Einer dieser vielen Trends kommt aus der chinesischen Provinz Szechuan. Die ist international nicht nur für den nach ihr benannten Pfeffer und ihre mitunter extrem scharfe Küche bekannt, sondern seit einer Weile auch für Chili Crisp oder Chili Crunch. Viele „Foodies“ im globalen Westen sind verrückt nach der traditionellen Würzsoße, die im Wesentlichen aus in Öl frittierten Chiliflocken, Knoblauch, Zwiebeln und Gewürzen besteht. Die war zwar schon immer in mehr oder weniger gut sortierten Asia-Läden von der Marke Lao Gan Ma zu bekommen, wird aber jetzt vor allem von jungen, hippen Start-ups angeboten.
Würze, Schärfe und ein ausgeprägter Crunch
Einer dieser kleinen Anbieter ist das Darmstädter Unternehmen Pretty NamNam. Es hat außer seinem Chili Crisp Classic inzwischen drei weitere Sorten sowie drei verschiedene Umami-Pasten im Programm. Sie alle bieten vor allem intensive Würze, deutliche Schärfe und einen ausgeprägten Crunch, sprich Knusprigkeit. Verwendet werden können die öligen Soßen als Topping, Dip oder Marinade, dazu werden sie einfach aus dem Glas gelöffelt und nach Belieben auf kalten oder warmen Speisen verteilt oder eingerührt.
Dass der Ursprung der Chili-Crisp-Mode in China liegt, bedeutet nicht, dass die knusprigen Geschmacksbooster ein dezidiert asiatisches Aromenbild hätten. Ihre extrem vollmundige Aromatik passt auch zu anderen Küchenstilen und entfaltet sich auf allen möglichen Gerichten, sei es auf einem einfachen Frischkäsebrot oder auf einem knackigen Salat, als Zutat für eine Marinade oder Soße oder als Topping für Nudeln, Reis, gegrilltes Fleisch und sogar Pizza oder Rührei.
Angst vor authentischer Szechuan-Schärfe ist dabei übrigens unangebracht. Die Pretty-NamNam-Macher setzen vor allem auf Knoblauch und lassen den Chili-Anteil nur sehr sanft zur Geltung kommen. Zu bekommen sind die Chili-Crisp-Varianten in Feinkostläden und bei Onlinehändlern, aber auch direkt unter www.prettynamnam.de. Ein Tasting-Set mit vier 200-Gramm-Gläsern kostet dort 36,60 Euro.
