
Mehr als 140 Feuerwehrleute sind am Sonntagabend im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Amöneburg im Einsatz gewesen, um einen Großbrand in einer Gartenkolonie und auf einem Feld zu bekämpfen. Ausgelöst hatte das Feuer nach Auskunft der Retter vermutlich ein Mähdrescher auf dem angrenzenden Feld. Während der Mäharbeiten sollen mehrere Strohballen in Brand geraten sein. Aufgrund der Trockenheit und des kräftigen Windes hätten sich die Flammen schnell ausgebreitet und auf die Kleingartenanlage übergegriffen.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannten mehrere Gartenhütten, und es kam zu einer explosionsartigen Ausbreitung der Brände, teilte die Feuerwehr mit. Die Rauchentwicklung war so stark, dass Gäste des Schiersteiner Hafenfests die Rauchsäule sahen. Das Feuer drohte zudem auf einen benachbarten Hof überzugreifen, was jedoch verhindert werden konnte. Die Polizei hatte die Bewohner des Hofes vorsorglich in Sicherheit gebracht. Weil es nicht ausreichend Löschwasser am Ort gab, wurde zeitweise ein Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Ein Rettungshubschrauber beobachtete die Lage aus der Luft. Weil eine Gasleitung gefährdet war, wurde auch ein Mitarbeiter von ESWE Versorgung alarmiert. Aufgrund der dynamischen Lage, so die Feuerwehr, waren zeitweise alle 20 freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt in Alarmbereitschaft versetzt worden. Schließlich gelang es den Einsatzkräften, den Brand auf dem 25.000 Quadratmeter großen Feld und in der Kleingartenanlage unter Kontrolle zu bringen. Es gab keine Verletzten, eine Retterin war durch die Hitze aber so erschöpft, dass sie versorgt werden musste.
