
Wer in den Urlaub fliegt, muss sich auch mit der Frage beschäftigen, wie er zum Flughafen kommt. Mit Glück hat man einen netten Nachbarn oder Freunde, die einen bringen. Außerdem ist der Frankfurter Flughafen mit Bus und Bahn bequem zu erreichen, doch das passt nicht für jeden und nicht zu jeder Abflug- und Ankunftszeit, die auch außerhalb der Betriebszeiten des öffentlichen Nahverkehrs liegen kann.
Dann muss man sich Gedanken über Parkmöglichkeiten machen. Und zusehen, dass die Gebühren die Urlaubskasse nicht über Gebühr belasten. Parken am Frankfurter Flughafen ist nämlich nach der jüngsten Analyse des Portals billiger-mietwagen.de besonders teuer. Mit 258 Euro verlangen die Frankfurter im Vergleich zu 24 anderen Flughäfen in Deutschland die höchsten Gebühren für eine Woche Parken. Deutlich günstiger sind private Anbieter mit Stellplätzen im Umland, die Shuttle-Transfers zum Flughafen anbieten.
Früh buchen und bis zu 70 Prozent sparen
Am Frankfurter Flughafen stehen aktuell 15.200 Stellplätze in verschiedenen Parkhäusern an den Terminals 1 und 3 zur Verfügung. Bis Jahresende kommen weitere 2400 am geschlossenen Terminal 2 hinzu, die im Moment wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stehen. Das klingt nach viel, doch sind die Parkhäuser in den Sommermonaten oft stark ausgelastet. Schon allein aus diesem Grund sollte man sich rechtzeitig kümmern und einen Platz vorher online reservieren. Zudem lassen sich laut billiger-mietwagen.de mehr als 70 Prozent mit der Vorabbuchung beim Parken sparen.
Grundsätzlich ist das Parken direkt am Terminal bequem, kann aber auch, abhängig davon, wo das Auto steht, lange Wege mit dem Koffer bis zum Check-in bedeuten. Die Suche nach einem Parkplatz für die Woche vom 17. bis 24. Juli (Abflug Terminal 1) über das Portal des Frankfurter Flughafens zeigt, dass die günstigsten Angebote (Holiday-Parking, 134 Euro im Parkhaus Gateway Gardens, eine Station mit der S-Bahn) schon ausgebucht sind, ebenso wie die Stellplätze mit Ladesäule für E-Autos (265,20 Euro). Das nächstgünstige Angebot für die Zeit ist ein Economy-Parkplatz am Terminal 3 (154 Euro), die sechs Kilometer zum Terminal 1 würden die Urlauber in diesem Fall mit der Skyline-Bahn zurücklegen. „Park, Sleep & Fly“ nennt der Flughafenbetreiber das Angebot, bei dem Reisende eine Nacht in einem Flughafen-Hotel (Marriott, Sheraton) verbringen. Wie teuer die Nacht tatsächlich ist – im Portal steht „ab 199 Euro“ – zeigt sich aber erst bei der Buchung auf den Hotelseiten.
Bei privaten Anbietern ins Kleingedruckte schauen
Wer günstiger parken möchte, sollte die Angebote von Privatunternehmen prüfen. Sie verdienen Geld damit, dass sie Stellplätze auf Parkflächen in Gewerbegebieten und im Umland an Urlauber vermieten, sie mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen fahren und am Ende des Urlaubs wieder abholen. Auch ist es möglich, einem Fahrer am Terminal den Autoschlüssel in die Hand zu drücken und ihm das Abstellen des Autos zu überlassen. Valet heißt dieser Service, bei dem der Kunde einen Vertrauensvorschuss gibt.
Im Internet findet man viele Suchmaschinen, die Preise verschiedener Anbieter vergleichen. Dabei lohnt es sich, auf verlässliche Gütesiegel wie Trusted Shops zu achten. Mit einem solchen arbeitet das Vergleichsportal parkenamflughafen.de, mit dem die Parkplatzsuche rund um Flughäfen auch in Spanien und anderen europäischen Ländern möglich ist. Die Suche über das Portal für die Juli-Woche in Frankfurt nennt als günstigsten Preis für die Woche 55 Euro in einem überdachten Parkhaus in Niederrad am S-Bahnhof. Von dort sind es acht Minuten mit der S-Bahn. Ein Transfer ist in diesem Fall nicht eingepreist und müsste extra gebucht werden.
Damit es keine bösen Überraschungen gibt, gilt es, bei den privaten Stellplatzangeboten grundsätzlich auf das Kleingedruckte zu achten. Ist der Transfer zum Flughafen im Preis enthalten? Kosten Gepäckstücke extra? Wird ein Nachtzuschlag für eine frühe Einfahrt oder eine späte Ausfahrt fällig? Und die wichtigste Frage: Läuft der Shuttle-Service rund um die Uhr? Denn andernfalls kann es sein, dass man bei Abflug am frühen Morgen oder, wenn der Rückflug Verspätung hat, ein Taxi zum Parkplatz nehmen muss – und dann ist jeder Preisvorteil dahin. Fragen zur Sicherheit – ist der Stellplatz überwacht und muss ich meinen Autoschlüssel abgeben? – können ebenfalls eine Rolle spielen. Oder die Frage, ob es eine Lademöglichkeit für das E-Auto gibt.
Noch günstiger ist es, auf die Anreise mit dem Auto zu verzichten. In Frankfurt gibt es viele Anreise-Alternativen. Der Flughafen ist über Regional- und Fernbahnhof an das Netz der Deutschen Bahn angebunden und wird unter anderem von den S-Bahn-Linien S8 und S9 angefahren. Mit „Lufthansa Express Rail“ lassen sich Bahn- und Flugreise auf einem Ticket kombinieren. Ergänzt wird das Angebot durch die Frankfurter Buslinien 61 und 62, Regionalbusse, den Airliner aus Darmstadt sowie Fernbusanbieter wie Flixbus. Auch Taxis, Uber und Carsharing-Autos stehen an den Terminals zur Verfügung.
