Es war keine spontane Aktion. Der
Täter hatte sich vorbereitet, er hatte heimlich geübt. Aber ist »Täter« das
richtige Wort? Oder sollte man besser »Künstler« sagen? Vielleicht »Dichter«?
Was Johannes Hartmann im Frühjahr 1981 tat, war verboten. Er sprühte einen Spruch an einen Bunker in Hamburg. Doch dieser Spruch traf den Zeitgeist. Er sollte zum Slogan der
Friedensbewegung werden und noch heute, 45 Jahre später, die Gemüter in Wallung
bringen. Der Spruch lautet: »Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin«.
Als
die Tat vollzogen war, betrachtete Hartmann sein Werk. Er fand es nicht recht
gelungen. Doch da war es bereits zu spät.
