DIE ZEIT: Herr Winkler, ich möchte zu Beginn mit Ihnen über den Tod sprechen.
Josef Winkler: Ganz wie Sie wollen.
ZEIT: Kein anderes Thema zieht sich so durch Ihr literarisches Werk: die Toten, das Vergängliche, das Sterben. Woran liegt das?
Winkler: Als ich drei Jahre alt war, hat mich meine Tante am Totenbett meiner Großmutter hochgehoben. Schau, Seppl, schau!, sagte sie zu mir. Und ich blickte in das Antlitz der Toten. Das ist meine früheste Kindheitserinnerung.
ZEIT: Nun sind Sie 73 Jahre alt. Beschäftigen Sie sich nun anders mit dem Tod, weil er immer näher rückt?
