Nach einem Böschungsbrand auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln ist weiterhin unklar, wann die Strecke wieder geöffnet werden kann. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Morgen, dass derzeit noch nicht absehbar sei, wann die Züge wieder fahren können. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich noch mindestens bis in den Nachmittag dauern.
Als Ursache des Feuers wird ein Sabotageakt vermutet, hieß es aus
Sicherheitskreisen. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz der Kölner
Polizei übernommen. Inzwischen tauchte auf der linken Plattform
indymedia.org ein angebliches Bekennerschreiben einer linksextremen
Gruppe auf. Darin sagt die Gruppe, sie sei »für die Sabotage der
Bahnstrecke« verantwortlich und habe Brandsätze in einem Kabelschacht
deponiert. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass in
Sicherheitskreisen davon ausgegangen wird, dass das Schreiben echt
ist. Ein technischer Defekt gelte als wenig
wahrscheinlich. Über das Bekennerschreiben hatte zuerst der WDR
berichtet.
Die Gruppe hatte vor etwa einem Jahr bereits einen
Anschlag auf die Bahnhauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg für
sich reklamiert.
Weiter Verspätungen auf der Strecke
Im Nah- und Fernverkehr kommt es wegen des Brandes weiterhin zu Umleitungen und Verspätungen. Fernzüge haben nach Angaben der Bahn derzeit etwa 30 Minuten Verspätung. Außerdem fallen einzelne Verbindungen aus.
Am Freitagvormittag brannte nach Angaben der Bahn an zwei Stellen die Böschung zwischen Langenfeld und Leverkusen. Die Feuerwehr konnte die Feuer zwar löschen, doch dabei wurden mehrere Signalkabel beschädigt. Deshalb können auf diesem Streckenabschnitt derzeit keine Züge fahren.
Ein Bahnsprecher sagte, Fachleute arbeiteten bereits daran, die Schäden so schnell wie möglich zu reparieren. Danach müssten die Signalanlagen noch technisch überprüft werden.
