Gut, dass Novak Đoković seiner seltsamen Essensvorliebe erst am Ende des Turniers nachgeht. Siebenmal hat Đoković bislang in Wimbledon gesiegt und meistens zelebriert er es mit einer besonderen Geste: Nach dem Matchball reißt er ein Stückchen Rasen vom Centre Court – und isst es. Vielleicht schafft es Đoković, der heute im Halbfinale gegen Jannik Sinner antreten muss, noch einmal und greift am Sonntag wieder in den Rasen.

Neil Stubley sollte das eigentlich nervös machen. Aber er sieht Đoković’ Rasenfressen mit einem Augenzwinkern. Denn wenn der Sieger des Männerturniers ein Stück aus seinem Heiligtum reißt, heißt das für Stubley: Der größte Stress ist vorbei. Dann fällt auch von ihm der Druck ab. Die kurzen Nächte mit den schlechten Träumen haben ein Ende: »Wenn man sich keine Sorgen macht, bedeutet es doch, dass einem alles egal ist. Von daher nehme ich das gerne an«, sagt er.