US-Präsident Donald Trump hat auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara den ersten Teil der Strecke in einer alten Air-Force-One-Maschine zurückgelegt. Erst in Großbritannien stieg Trump in seinen neuen Luxusjet um, die er vom Königreich Katar geschenkt bekommen hatte.
Der Grund für die Änderung war nicht unmittelbar klar, könnte jedoch mit Sicherheitsbedenken zu tun haben. Möglicherweise hat das kanarische Flugzeug Sicherheitsmängel und hätte zum Ziel eines iranischen Angriffs werden können. Wie die New York Times berichtete, wurde der Flugzeugtausch auf Wunsch des US-Geheimdienstes vorgenommen, sei jedoch es
keine Reaktion auf eine konkrete Bedrohung gewesen.
Trump selbst sagte auf die Frage, ob er die neue Maschine wegen einer Bedrohungslage meide: »Ich habe ständig eine Bedrohung.« Er sei »Nummer eins auf der Todesliste« des Iran. Bei dem Trauerzug für den getöteten obersten geistlichen Führers des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hatten regimetreue Iraner »Wir wollen Trumps Kopf« skandiert.
Luxus-Air-Force-One hat möglicherweise Sicherheitsdefizite
Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall stieg Trump in den katarischen Luxusflieger um. Zuvor hatten US-Soldaten die Möglichkeit, den Jet zu besichtigen. Die Boeing 747 im geschätzten Wert von 400 Millionen US-Dollar war den USA im vergangenen Jahr vom Golfemirat Katar geschenkt worden. Unter anderem von den oppositionellen Demokraten gab es dafür Kritik und Korruptionsvorwürfe.
Nach dem Ende von Trumps Präsidentschaft soll das Flugzeug an die Stiftung übergehen, die sich um Trumps präsidentiellen Nachlass kümmert. Beobachter gehen davon aus, dass Trump auch nach seiner Zeit im Amt über die Maschine verfügen kann.
Trump nutzte den luxuriös ausgestatteten Jet auf der Hinreise nach Ankara. Es war die erste Auslandsreise mit dem kürzlich in Dienst gestellten Regierungsflugzeug. Zuvor war er aufwendig umgerüstet worden, um den hohen Sicherheitsanforderungen einer offiziellen Präsidentenmaschine zu genügen. Die Umrüstung dauerte rund zehn Monate und damit kürzer als ursprünglich erwartet. Einige Experten befürchten daher, dass die Maschine nicht allen Sicherheitsstandards voll entsprochen haben könnte.
