US-Außenminister Marco Rubio hat den Kongress darüber informiert, Syrien von der Liste als »staatlicher Sponsor von Terrorismus« streichen lassen zu wollen. Mit diesem Schritt wurde der Prozess eingeleitet, Syrien von der US-Terrorliste zu entfernen. Falls binnen 45 Tagen kein Widerspruch aus dem Kongress kommt, wird Syrien damit nach Jahrzehnten von der Liste gestrichen.
»Dies ist ein weiterer historischer Schritt von Präsident (Donald) Trump, um dem syrischen Volk eine Chance auf Größe zu geben«, sagte Rubio. »Die Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien wird den internationalen Handel und Investitionen freisetzen, Syrien eine Chance zum Wiederaufbau geben und ein neues Kapitel für das syrische Volk aufschlagen.«
Trump traf al-Scharaa am Rande des Nato-Gipfels
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa war am Rande des Nato-Gipfels in Ankara mit Trump zusammengekommen. Der US-Präsident sagte in Ankara, er habe eine »sehr, sehr gute Beziehung« zu al-Scharaa. »Er hat hervorragende Arbeit geleistet. Er hat die Ordnung in seinem Land wiederhergestellt, was keine leichte Aufgabe ist«, fügte Trump hinzu. Der Übergangspräsident sei ein »harter Kerl«.
Al-Scharaa war früher Kämpfer der islamistischen HTS-Miliz, unter deren Führung der langjährige syrische Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 gestürzt wurde. Seither fungiert der 43-Jährige als Übergangspräsident. Im November 2025 hatte er bei einem Besuch in Washington um finanzielle Unterstützung für seine Regierung und eine Aufhebung der Sanktionen geworben.
