Die USA und der Iran haben nach ihren jüngsten gegenseitigen Angriffen indirekte Gespräche geführt. Bei dem Austausch über das vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iranrieges seien »positive Fortschritte« erzielt worden, teilte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari mit. Er nannte keine näheren Details.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi teilte mit, man hätte sich auf die Einrichtung eines Kommunikationskanal »bis morgen« geeinigt. Darüber sollen demnach Verstöße gegen das Rahmenabkommen gemeldet und dokumentiert werden. Bereits bei den Gesprächen in der Schweiz im Juni sollen die USA und der Iran sich allerdings auf die Einrichtung der Verbindung geeinigt haben.
Es sei vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen, schrieb al-Ansari. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei bekräftigte allerdings, dass es »keine Pläne für Verhandlungen mit der amerikanischen Seite auf irgendeiner Ebene« für die kommenden Tage gebe. Er wies damit eine frühere Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach in Doha direkte Gespräche vorgesehen seien.
Gespräche fanden auf niedriger Ebene statt
Katar und Pakistan vermitteln zwischen den USA und Iran. Die Unterredungen mit Unterhändlern der Konfliktparteien wurden getrennt geführt. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, fanden die Gespräche auf niedrigerer Ebene statt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nahmen an den »technischen Gesprächen« nicht teil.
Bei ihren Verhandlungen in der Schweiz hatten sich die USA und der Iran im Juni auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region geeinigt. Innerhalb von 60 Tagen soll ein detailliertes und dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Irankriegs ausgehandelt werden.
Trotz des Rahmenabkommens gab es zuletzt allerdings zur Straße von Hormus und dem iranischen Atomprogramm widersprüchliche Angaben aus den USA und dem Iran. Am Wochenende griffen sich die USA und der Iran gegenseitig militärisch erneut an und warfen der jeweils anderen Seite einen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe vor.
Der nächste Termin soll nach katarischen Angaben nach den Trauerzeremonien für das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei angesetzt werden. Die Zeremonien beginnen iranischen Berichten zufolge am 4. Juli in Teheran und der Pilgerstadt Ghom. Das Begräbnis soll am 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Landes stattfinden.
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