Julian Nagelsmann will trotz des frühen WM-Ausscheidens der deutschen Nationalelf Bundestrainer bleiben. »Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand«, sagte Nagelsmann nach dem Scheitern der deutschen Mannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im ZDF. »Ich stehe zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen«, sagte er.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler stärkte Nagelsmann zunächst den Rücken. »Ich finde immer noch, er ist ein absoluter Toptrainer«, sagte Völler. Jeder wisse, wie er zum Bundestrainer stehe. Nagelsmann sei »wahrscheinlich der Richtige«, um weiterzumachen. Er entscheide allerdings nicht alleine im deutschen Verband, räumte Völler ein. Man wolle sich in den nächsten Tagen zusammensetzen.
Nagelsmann hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Er war damals »die Wunschlösung« von Völler, der in der derzeit etwas mehr als 1.000 Tage währenden Amtszeit Nagelsmanns wichtigster Ansprechpartner im Verband war. Nagelsmanns Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund läuft noch bis nach der EM 2028, ebenso wie der von Völler.
Klopp weist Diskussion um seinen Namen zurück
Auf die Frage, ob er bei einer DFB-Entscheidung gegen Nagelsmann zur Verfügung stünde, äußerte sich Jürgen Klopp bei MagentaTV zurückhaltend. »Ich verstehe, dass mein Name genannt wird, aber das ist nicht der Moment, darüber zu sprechen, und vor allem nicht mit mir«, sagte er. Strukturell sei allerdings frischer Wind nötig, betonte Klopp.
Mats Hummels, der 2014 Weltmeister wurde, forderte unterdessen Diskussionen über das Personal. Auf der Seite der Verantwortlichen »schreit es nach Konsequenzen«, sagte er bei MagentaTV. Zumindest Gespräche »sowohl vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband« müsse es geben. Zudem könnte er sich vorstellen, dass auch einige Spieler zurücktreten werden, sagte Hummels.
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