Bei einem mutmaßlichen Sprengstoffangriff in Monaco sind Medienberichten zufolge drei Personen verletzt worden. Die Explosion am Eingang eines Wohngebäudes war »sehr wahrscheinlich ein Anschlag«, sagte Staatsminister Christophe Mirmand der Nachrichtenagentur AFP.
Die Detonation ereignete sich gegen 21 Uhr in einer Straße direkt an der Grenze zu Frankreich. Staatsanwalt Stephane Thibault teilte mit, ein Verdächtiger habe vor dem Verlassen des Gebäudes eine Tasche oder ein Paket in der Lobby zurückgelassen. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst am späten Abend nach der Explosion. Der Verdächtige soll Medienberichten zufolge zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.
Sprengsatz enthielt offenbar Schrauben und Schrot
Nach Angaben der Zeitung Monaco-Matin handelt es sich bei den drei Opfern um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren sowie einen Jugendlichen, die zu einer Familie gehören. Sie seien schwer verletzt, hieß es. Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete Monaco-Matin.
Der Sprengsatz habe offenbar Schrauben und Schrot enthalten, sagte Mirmand und fügte hinzu, dass die Polizei den Vorfall untersuche. »Es ist meines Wissens nach das erste Mal in der Geschichte, dass sich eine solche Tat im Fürstentum ereignet hat«, sagte er. Die Hintergründe des Geschehens blieben zunächst unklar.
Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X ebenfalls als einen »Anschlag«. Es sei eine »Tragödie, die Monaco erschüttert«. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.
