Eigentlich wird das Wetter in Europa von einem festen Takt bestimmt: Über dem Atlantik entstehen im Wechsel Tief- und Hochdruckgebiete. Wie ein stetiger Zug bewegen sie sich alle paar Tage über den Kontinent – erst Tief, dann Hoch, dann Tief, dann Hoch.

Der große Taktgeber dafür ist starker Westwind. In neun bis zwölf Kilometern Höhe weht ein strammer Jetstream – normalerweise. Denn immer wieder kommt es vor, dass er schwächelt.

Dabei kann ein Hoch über Europa nach Norden rücken, heiße Luft aus Nordafrika stärkt es noch. Das Hochdruckgebiet setzt sich fest, blockiert nachrückende Tiefdruckgebiete, die nach Süden ausweichen – die Anordnung ähnelt dem griechischen Buchstaben Omega.