Volkswagen gibt den Mehrheitsanteil an seiner Großmotorentochter Everllence an den Finanzinvestor Bain Capital ab. Der Konzern aus Wolfsburg teilte mit, er habe sich mit Bain auf den Verkauf von 51 Prozent der Anteile verständigt. Volkswagen setzte mit dem Schritt seinen Kurs fort, sich stärker auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren.
Der Verkauf bringt VW nach eigenen Angaben 7,4 Milliarden Euro ein. Über die Verwendung des Erlöses soll später entschieden werden. Mittelfristig will Volkswagen mit 49 Prozent an Everllence beteiligt bleiben.
Standorte sollen bis 2030 erhalten bleiben
Die fünf deutschen Standorte von Everllence sollten auch unter der neuen Eigentümerstruktur mindestens bis 2030 erhalten bleiben, teilte Volkswagen weiter mit. Betriebsbedingte Kündigungen seien in diesem Zeitraum ausgeschlossen. Die Transaktion steht aktuell noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und weiterer Abschlussbedingungen. So war unter anderem noch das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretungen in Frankreich ausstehend.
Volkswagen rechnet mit den nötigen Genehmigungen bis Ende 2026. Der Konzern hatte den Verkauf des Motorenbauers seit Längerem vorbereitet und in diesem Zusammenhang Gespräche mit mehreren Finanzinvestoren geführt.
Everllence, das bis 2025 unter dem Namen MAN
Energy Solutions firmierte, beschäftigt rund 16.000 Menschen und
erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro.
