Das Bundesverfassungsgericht verhandelt eine gestoppte Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Dahinter steht auch die Frage, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk noch wert ist.
Eigentlich geht es an diesem Sommertag in
Karlsruhe nur um ein paar Cent. Um 58 Cent, ganz genau. 58 Cent mehr
Rundfunkbeitrag im Monat, jeden Monat, von jedem Haushalt in Deutschland.
Aber es
geht bei dieser mündlichen Verhandlung natürlich, das wissen alle im hellen
Saal des Bundesverfassungsgerichts, um viel mehr. Nicht nur um kleines Geld, sondern
um ziemlich große Fragen. Mitverhandelt, mindestens unterschwellig, wird alles,
was dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk routiniert vorgeworfen wird. Verschwendung, bürokratisches Übergewicht, Probleme mit der eigenen
Fehlerkultur, politische Voreingenommenheit.
